Die Deutsche Schülerakademie (DSA)

Mathematik und Physik in den Sommerferien? Und dann auch noch Themen, die so anspruchsvoll sind, dass sie in der Schule gar nicht vorkommen? Kann man das wollen? – "Ja", sagt Leander Schlegel, "das kann man, und zwar bei der Deutschen Schülerakademie."

Bevor man aber wollen kann, muss man zunächst einmal dürfen, denn die Plätze bei der Deutschen Schülerakademie sind begrenzt und denen vorbehalten, die zu besonderen Leistungen fähig sind. Darum muss man sich bewerben und benötigt dazu unter anderem ein Gutachten eines Fachlehrers, der die Teilnahme ausdrücklich empfiehlt. Wenn man die Aufnahmehürde geschafft hat, erwarten einen 16 interessante Tage. Wie das konkret aussehen kann, das beschreibt Leander in seinem folgenden Bericht von der DSA 2013.

Mathematische Anatomie des Universums

In den Sommerferien bot sich mir nach erfolgreicher Bewerbung über die Schule für 16 Tage die Möglichkeit, an der Deutschen Schülerakademie (DSA) teilzunehmen, um dort einen etwa 50 stündigen Kurs eines bestimmten fachlichen Themas aus den Gebieten Mathematik, Naturwissenschaften oder Geisteswissenschaften zu besuchen, der von verschiedenen, hoch qualifizierten Dozenten geleitet wurde.

Ich besuchte am Standort Hilden den Kurs "Mathematische Anatomie des Universums", der sich zum Ziel gesetzt hatte, bei den Grundlagen der modernen Mathematik, der Aussagenlogik und der axiomatische Mengenlehre beginnend, über Themengebiete wie Topologie oder Vektorräume, bis hin zu den Einstein-Geichungen der allgemeinen Relativitätstheorie, zu gelangen. Dies bot eine zwar arbeitsintensive, aber überaus faszinierende Beschäftigung mit der Mathematik und theoretischen Physik. Vormittags und nachmittags wurde in den Kursen mehrstündig gearbeitet. Mittels unserer Mitschriften und dem etwa 250 seitigen englischsprachigen Kursskript eines unserer Kursleiter, beschäftigten wir uns zudem freiwillig und begeistert noch spät am Abend mit den Inhalten und Ideen. Zahlreiche kursübergreifende Angebote, wie gemeinsames Musizieren, eine Astronomie-AG oder sportliche Aktivitäten, füllten die Freizeit aus.

Mir bot sich die Möglichkeit, meinen Interessen intensiv nachzugehen, die eigenen Stärken und Schwächen zu erfahren und andere interessierte Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland kennenzulernen, sowie gemeinsam Freizeit zu verbringen. Zudem konnte ich auch meine vorläufige Studienwahl festigen und den angestrebten Schwerpunkt differenzierter einordnen.

Die Teilnahme an der DSA war ein unglaubliches Erlebnis und für mich eine große Bereicherung. Zu schade, dass man nur einmal daran teilnehmen darf – ich kann es nur jedem Interessierten empfehlen!

Leander Schlegel