Die Schullaufbahn

Die gymnasiale Schullaufbahn verläuft in drei Phasen:

Während der Erprobungsstufe soll sich zeigen, ob ein Kind den Anforderungen des Gymnasiums gewachsen ist und zu erwarten ist, dass es die gymnasiale Laufbahn bis zum Abitur erfolgreich ab­sol­vieren kann.
Falls am Ende der 6. Klasse eine Versetzung in die 7. Klasse gemäß Ver­set­zungs­bestimmungen nicht möglich ist, dann prüft die Zeugniskonferenz (d.h. alle Lehrerinnen und Lehrer, die ein Kind unterrichten), ob durch eine Wiederholung der 6. Klasse eine erfolgreiche Fortsetzung der gymnasialen Laufbahn zu er­war­ten ist. Je nach Ergebnis entscheidet die Zeugniskonferenz darüber, ob eine solche Wiederholung genehmigt wird oder das Kind zu einer anderen Schulform wechseln muss.

Nach erfolgreichem Durchlaufen der Mittelstufe wird am Ende der 9. Klasse in der Regel ein erster Schulabschluss erworben. Schülerinnen und Schüler, die am Ende der 9. Klasse versetzt werden, haben damit zugleich den Mittleren Schul­ab­schluss (Fachoberschulreife) und die Berechtigung zum Besuch der gym­na­si­a­len Oberstufe erworben.

Seit dem Wechsel vom 9jährigen zum 8jährigen Gymnasium (G8) beginnt die dreijährige Oberstufe mit der 10. Klasse, die seitdem Einführungsphase heißt. Darauf folgt die zweijährige Qualifikationsphase (Jahrgangsstufen 11/12) an deren Ende der Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife (Abitur) steht. Wer die Schule vorher verlässt, kann unter bestimmten Umständen die Fach­hoch­schul­reife erwerben, die zum Studium an einer Fachhochschule berech­tigt.